Presse

JAZZPODIUM 04/2010

Auch seine neue CD zeugt von großer Zielstrebigkeit, Empathie und Emotionalität. Ehlers delikater Anschlag dringt einerseits sehr elegant und einschmiegsam in die Sinne ein, anderseits aber auch zwingend wie gut gereifter Wein. Als Gast löst Flügelhornist und Trompeter Ingolf Burkhardt mit raffiniert geblasenen Klangfragmenten und Soli jeden Anflug von Introvertiertheit auf und veredelt die sehr nordischen Impressionen.

Jazzthing/83 4/2010

Ehlers mittlerweile drittes Album ist definitiv sein bestes. Kreiert von einem Trio, das grandios mit Farben, Harmonien und Melodien jongliert und tiefgehende emotionale Stimmungsbilder evozieren kann. Das Outcoming eines der interessantesten  deutschen Pianisten der vergangenen Jahre.

Stereoplay 4/2010 - Klangtipp

Er ist ein sensibler Pianist, der mit dem Trio (Thomas Biller, Kontrabas, Derek Scherzer, Drums) eine echte Bereicherung für den deutschen Jazz darstellt.

Audio 4/2010 - Platte des Monats

Dies ist eine emotionale Musik voller romantischer Verführungen und verträumter Stimmungen - und ihr Schöpfer Martin Ehlers liefert die Bilder zu diesem Kino im Kopf gleich mit. Wanderungen im Dämmerlicht am Dubai-Creek, ein Konzert unterm Sternenhimmel in den Bergen Mallorcas und die Lichtspiegelungen auf der nächtlichen Elbe. Martin Ehlers schöpft seine Kraft aus der Ruhe, er liebt klare Melodien, wie in Mamor gemeißelt stehen die Töne oft im Raum, und seine eingespielten Partner Thomas Biller am Kontrabass und Derek Scherzer am Schlagzeug sichern die Aktionen des Leaders rhythmisch ab. Für das gewisse Prickeln, das in einer solchen Wellness-Anwendung nicht fehlen darf, sorgt dann ein Vierter im Bunde: der Trompeter und Flügelhornist Ingolf Burkhardt von der NDR Bigband, der mal mit geschmeidigen Melodien leichte Schaumkronen setzt, mal mit muskulösen Soli ordentlich Wellen schlägt - bis Martin Ehlers als ausgleichende kraft wieder die Wogen glättet.

JazzThetik 6/2008 (von Angela Ballhorn)

Vermutlich ist dies die erste CD, die ich in Händen hatte, die wie ein gebundenes Buch aussieht und einen silbernen Schutzumschlag hat. Das gibt Martin Ehlers`zweiter CD einen sehr edlen Touch. Das Innere der CD hält, was das Äußere verspricht: Sehr edler Klaviertrio-Jazz, in transparenter Klarheit aufgenommen ...

 

Jazz thing (von Martin Laurentius)

Nicht noch ein weiteres Debüt eines deutschen Piano-Trios, möchte man laut rufen. Doch bei „Strange Blue Light Bay“ vom in Lübeck lebenden Pianisten Martin Ehlers lohnt es sich, dass man in dessen acht Originals hineinhört, um dieses subtil und sensibel spielende Trio wirken zu lassen. Mit seinen beiden Partnern, Thomas Biller am Kontrabass und Heinz Lichius an den Drums, gelingt es Ehlers, atmosphärische, farbenprächtige Bilder zu erzeugen. Auch diese drei sind einem für diese Besetzung mittlerweile typischen Spielideal verpflichtet: Man hört aufeinander, schlenzt sich Ideen zu und bearbeitet gemeinsam ad hoc das musikalische Material. Aber Ehlers hat einen festen Anschlag, seine Läufe fließen ungehindert und er kommt fast ganz ohne den Einsatz des Hallpedals über die Runden, sodass sein Ton klar, rein und strahlend ist. Ob´s daran liegt, dass er kein Profimusiker ist, sondern als niedergelassener Lungenfacharzt in Hamburg sein Geld verdient?

 

Westzeit

Es ist oft zu beobachten, dass deutsche Jazzer gerne in meditative Atmosphären entgleiten, um dort ein Leben nach (oder neben) dem Jazz aufzuspüren. Auch Martin Ehlers beginnt sein Album mit ruhiger Hand, die er als Mediziner auch unbedingt braucht. Dabei entwickelt er am Piano so etwas wie eine nordeuropäische Spielweise: weites Land, tiefblaues Licht, ruhige Seen, grüne Natur. Prosaische Stücke wie "Abendweide" unterstreichen den Eindruck vom Diktat der Melodie im Werk von Martin Ehlers. Besonders in dieser Musik zeigt er eine Weichheit, die meilenweit vom rauen, körperlich spürbaren Jazz entfernt ist. Martin Ehlers' Musik ist für den Kopf, und dort spielt sie sich auch ab. Der Bauch bleibt weitgehend frei und meldet sich nur am Ende: "High Heels Dancing" versprüht wenigstens ein wenig Verruchtheit.

 

Residence | 02.2009

Der schwedische Moment

Am 19. Februar wird Richter International in der Wohnmeile Halstenbek zur Jazz-Lounge

Schweden – ein wunderschönes Land mit fantastischer Natur. Dort ist der Winter
noch Winter: mit Schnee und Eis und allem, was dazu gehört. Ein Land transparenter Klarheit – zum Entspannen und Träumen –, das immer eine Reise wert ist.


Aufs Ohr

Transparente Klarheit ist auch etwas, das man der aktuellen CD des Martin Ehlers Trios nachsagt. Der Hamburger Pianist und Komponist Martin Ehlers sowie Thomas Biller (Bass) und Derek Scherzer (Drums) stellen mit „Swedish Moment“ ihre neue, wunderschöne, tiefgreifende und hochgradig sinnliche CD-Einspielung
vor. Spätestens seit der Debüt-CD „Strange Blue Light Bay“ spielt der selbstbewusste Romantiker neben klassischem und modernem
Repertoire hauptsächlich selbst komponierte Musik aus seiner sehr persönlichen Klangwelt. Die Musik ist eher Satie als Swing, mancher wird sich an Keith Jarrett oder George Winston erinnert fühlen.

Biografisches

Seit Martin Ehlers zehn Jahre alt ist, fesselt ihn die Leidenschaft zum Klavier. Auch für seine andere Leidenschaft, die Medizin, gab es für Ehlers keine Entscheidungsprobleme. „Mein älterer Bruder ist Arzt, und der war und ist ein
ganz schräger Vogel. Er machte ständig lustige Dinge mit seinen Kommilitonen, und so gab es für mich keine Frage, ob ich auch Arzt werden will. Die Entscheidungen, über die man nicht nachdenken muss, sind ja die schönsten und in meinem Fall auch die richtigen“, stellt der 46-jährige Internist rückblickend fest.

Reichtum

Für die Zukunft seines Trios hat Ehlers große Pläne, auch wenn er seine Praxis nie für die Musik aufgeben würde. „Mein Traum und ein Ziel ist es, irgendwann eine Japantournee zu machen, ganz wie das große Vorbild Keith Jarrett. Seit wir im letzten Jahr auf einem Jazzfestival vor mehr als 700 Leuten gespielt haben, habe
ich ernsthaft Blut geleckt“, meint der Hobbymusiker. „Japan wir kommen! … Irgendwann.“ Mit seinem Kontrabassisten hat sich Ehlers bereits eine bekannte Hamburger Jazz-Größe ins Boot geholt, denn Biller zupft seine Saiten auch bei
Künstlern wie Inga Rumpf und Joja Wendt. In der näheren Zukunft steht ein Gastmusiker in Person eines bekannten Trompeters für das nächste Album an, der von seinem Glück allerdings noch nicht in letzter Instanz weiß, wie Ehlers
schelmisch bemerkt. Sein aktuelles, vom Melodienreichtum der schwedischen Folklore inspiriertes Album jedenfalls wird der zentrale Dreh- und Angelpunkt des schwedischen Abends am 19. Februar sein.

Aufs Auge

Die Location Richter International ist – wenn sie nicht gerade zur Jazz-Lounge umfunkioniert wird – Wallfahrtsort für Liebhaber hochwertiger Polstermöbel. Große Große Namen reihen sich in der Ausstellung aneinander. Wer sich stilsicher und zeitlos schön einrichten möchte, wird hier fündig.

Schwedenstahl

Der optisch-ästhetische Rahmen ist mit den Top-Kollektionen der führenden Designmöbel-Hersteller schon einmal abgesteckt. Auch für das leibliche Wohl wird mit einem erstklassigen, nordischen Buffet rund um Krabbensalat und „Dillsill“ genanntem Dillhering gesorgt sein. Und es gibt etwas, das Halstenbek neben
den verschiedensten Geschäften rund um das Thema Einrichten und Wohnen auch noch zu bieten hat: ein Autohaus, das mit seinen 20 Mitarbeitern – die der Chef Masoud Etehad zu einem Großteil selbst ausgebildet hat – regelmäßig die Trophäe „Händler des Jahres“ gewinnt. Sie werden an diesem Abend für zusätzliche, erfahrbare schwedische Momente sorgen – mit Saab Automobilen.

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Aller erste Pressestimmen zur neuen CD "feel the light":                                                       (Erscheint am 01.03.2010)                                                                                                                                                                                                      

JazzThetik 10/09 (von Franz X.A.Zipperer)                                                                          

So entstehen Balladen von einer Wärme, die nicht nur hörbar, sondern auch spürbar ist. Jeder erster Ton eines Stückes ist ein Klangversprechen, das bis zum Ende mehrfach eingelöst wird......

 

NEWS

Das Martin Ehlers Trio geht vom 25.-27.03.2011 wieder ins Studio (Fattoria musica in Osnabrück), special guest: Herb Geller! Die neue CD heisst "Fatum". Martin Ehlers wird sie am 30.10.2011 erstmals in München in der Philharmonie präsentieren, danach in Hamburg in der Laeiszhalle.